Bilder sind Dolmetscher zwischen Verstand und Gefühl

Verstand & Gefühl
Visualisierung

Wer kennt das nicht?

Der Verstand weiß um die Sinnlosigkeit, sich derartig emotional zu engagieren, aber man findet nirgends einen „Aus-Knopf“, um die heftigen Emotionen abzustellen. Man leidet innerlich grundlos, ohne seine Emotionen zu verstehen. Die Gedanken des Verstandes sind wie eine Fremdsprache für die Emotionen.

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Das Leben ist voller Gegensätze. Wir selbst sind voller Widersprüche. Verstehen wir nicht vieles glasklar und können unsere Erkenntnisse trotzdem nicht umsetzen? Wir, die Therapeuten, erteilen Ratschläge: Einfach, verständlich und zielführend, ohne die kleinste Bewegung des Klienten in Richtung Lösung zu sehen.

Woran liegt das? Verstand und Gefühl sind unvereinbar wie Wasser und Öl. Schon im Gehirn wirken Emotion und Verstand in völlig unterschiedlichen Gehirnteilen. Die Emotionen werden von einem sehr alten Gehirnteil vermittelt, der wie ein Autopilot die Neurotransmitter (Botenstoffe des Nervensystems) ins Blut schicken kann. Der Verstand hat dabei zunächst gar nichts zu melden. Es fehlt sozusagen schon auf neuronaler Ebene die Verständigung.

Wir stellen also fest, wir brauchen einen Dolmetscher, der zwischen Verstand und Psyche übersetzt! Oder besser - eine neue gemeinsame Sprache, die von Verstand und Psyche gleichermaßen gesprochen werden kann.

Hier kommt die gute Nachricht: Es gibt diese gemeinsame Sprache von Verstand und Gefühl!

Es sind Bilder, die die Brücke zwischen Emotion und Verstand schlagen. Wenn Du also Deiner Psyche eine Lösung mitteilen möchtest, visualisiere ein Bild, das die Lösung in sich trägt.

"Die Seele denkt nie ohne ein inneres Bild."

Aristoteles

Nehmen wir ein Beispiel: Es gibt einen Ort, an dem Du nicht Du selbst sein kannst. Aber Du kannst es nicht vermeiden, diesen Ort zu betreten, weil es z.B. Deine Herkunftsfamilie oder Dein Arbeitsplatz ist. Du wirst in einen Strudel von Emotionen gerissen, der vielleicht mit Deiner Vergangenheit oder auch nur mit einer systemischen Gruppendynamik zu tun hat. Du sagst Dir jedes Mal: „Ich lasse mich nicht hineinziehen, ich bleibe sachlich und distanziert“, aber Deine Psyche zieht Dich wieder unsteuerbar in den gleichen Sumpf hinunter.

sich lösen

Das ist so, weil Dein emotionales Gehirn Deinen gedanklichen Vorsatz nicht verstehen konnte.

Bevor Du also nächstes Mal diesen unangenehmen Ort wieder betrittst, gehst Du ein paar Minuten in die Stille, schließt Deine Augen, achtest auf Deinen Atem und stellst Dir einen Kreis vor. In diesem Kreis befindet sich die Gruppe von Menschen (Familie, Kollegen etc.), die diese Reaktionen in Dir auslösen. Lass den Kreis vor Deinem inneren Auge richtig deutlich erscheinen und stelle alle in den Kreis, die Dir Unbehagen verursachen. Dann stellst Du Dir vor, wie Du selbst den Kreis verlässt und von außerhalb auf diesen Kreis blickst. Das ist die Übersetzung von „Ich lass mich nicht hineinziehen“ in die Sprache der Psyche. Manchmal genügt es das Bild einmalig zu visualisieren. Bei besonders heftigen Dynamiken, sollte man diese Übungen zwei- bis dreimal vor dem Ereignis wiederholen. Genauso kannst Du diese Übung nach dem „Gruppentreffen“ durchführen, um Dich innerlich sofort von den Ereignissen trennen zu können.

Ein gutes Bild bringt unmittelbare Erleichterung in Deiner Psyche.

Wenn es Dir also nicht sofort besser geht, erschaffe Dir so lange ein neues Bild, bis die Emotion verschwindet. Sei kreativ und fantasievoll. Du kannst nichts falsch machen, wenn Du Deine Emotionen als Richtschnur nimmst.

Hier ein paar Tipps, wie Du Lösungsbilder findest:

  • kreiere niemals Bilder, bei denen jemand in der Vorstellung geschädigt wird. Das ist nicht deshalb schlecht, weil Du jemandem damit Unrecht tust, sondern weil es Dir selbst nicht gut tut.
  • bleibe mit Deinen Bildern in Liebe zu Dir und in Liebe zu allem, mit dem Du verbunden bist. Es ist die Liebe, die heilt.
  • Du brauchst Dich nicht an die physikalischen Realitäten zu halten. Du kannst ein Lösungsbild visualisieren, in dem Du z.B. einen Zauberstab hättest. Das Lösungsbild an sich wirkt, nicht der imaginäre Zauberstab.
  • wenn Dir kein geeignetes Lösungsbild einfällt, tauche die Situation, in der Du Dich befindest, einfach in Licht oder hebe diese Situation in Deiner Vorstellung nach oben in den Sternenhimmel.

Hier auf GedankLicht haben wir Lösungsbilder (Visualisierungen) zu vielen Themen für Dich zusammengestellt. Trau Dich, die Visualisierungen, die auf Deine „Baustellen“ passen, auszuprobieren. Sie können Dir helfen, Dir Erleichterungen verschaffen und Dich in Deiner Entwicklung weiterbringen. Du kannst Dich auch von ihnen inspirieren lassen, für Dich noch passendere Bilder zu entwerfen.

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