Sich von den Fesseln der Schuldgefühle befreien!

Schuldgefühle
Lebensfreude

Schuldgefühle können unser Leben lähmen oder gar vergiften. Sie können aber auch zu einem tiefen Impuls werden, unser Leben ethischer und menschlicher zu gestalten. Nicht alle Schuldgefühle sind uns bewusst. Schuldgefühle können uns wie ein gewaltiger dunkler Strom unter der Oberfläche unseres Lebens von der Lebensfreude abhalten. Und sie können uns an Menschen fesseln, die keine Liebe für uns haben.

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Schuldgefühle sind die Antwort des Gewissens

Das wir uns schuldig fühlen ist primär nicht schlecht. Es ist ein Korrektiv. Eine Instanz in uns sagt: „Das war nicht gut. Ich habe jemandem Leid zugefügt.“ Schuldgefühle sind Weckrufe des Gewissens. Sie sind sehr unangenehm, so dass daraus jener Impuls erwächst: „Niemals werde ich diese Tat wiederholen, niemals möchte ich mich wieder schuldig fühlen. Und wenn es in meiner Macht steht, möchte ich den Fehler wieder gut machen.“

Sich und andere ent-schulden

Im Allgemeinen sind wir gnädig mit denen, die ihre Schuld erkennen und einen besseren Weg einschlagen wollen. Auch unsere Rechtsprechung mildert die Strafe, wenn ein Einsichtiger vor dem Richter steht. Bei einer ehrlichen Entschuldigung „ent-schulden“ wir den anderen gerne. Aber wie steht es mit uns? Können wir uns die Schuld selbst von der Schulter nehmen? Wenn wir unsere Möglichkeiten, den Fehler wieder gut zu machen, genutzt und einen besseren Weg eingeschlagen haben, dann sollten wir die Fesseln der Schuld von uns werfen. Denn niemand hat einen Nutzen davon, wenn wir gebeugt und ohne Lebensfreude durch die Welt kriechen. Auch unser Opfer wird davon nicht heil.

Wie groß das Thema der Schulden-Last für unsere Psyche ist, sagt ein Gebet, dass wir in unserem Kulturkreis seit über 2000 Jahre beten. Gleich nach der Bitte um Brot wird nach Vergebung für unsere Schuld gefleht. Aber das mit der Schuld ist keine Einbahnstraße. Ich kann nicht für die Vergebung meiner Schuld betteln und mit spitzen Fingern auf andere Schuldige zeigen.

Auch Du musst vergeben

Im „Vater unser“ heißt es nämlich: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Wir, die wir die Last der Schuld kennen, sollten uns auch in der Gnade der Vergebung üben. Was wir anderen vergeben können, das können wir auch uns vergeben. Die Last, die wir anderen von der Schulter nehmen, wird auch uns genommen. Wir sind nicht getrennt. Das ist nur eine Illusion des Egos. Aber meist sehen wir eher den Spreißel im Auge des Nächsten, als den Balken im eigenen Auge. Wenn wir also klagen, dass uns nicht vergeben wurde, dann sollten wir uns fragen: Haben wir denn vergeben?

Groll ist eine Last, die das Opfer so quält wie die Schuld den Täter

Wenn ich nicht vergeben kann, dann hüte ich meinen Groll, als wäre er ein Schatz. Dabei ist der Groll das größte Gift in meinem eigenen Leben. Verzeihen ist Entgiftung. Verzeihen ist der direkte Weg in die Freiheit und in den ersehnten Seelenfrieden. Aber warum hängen wir so daran, den anderen Menschen zum Schuldigen abzustempeln? Weil unser Ego darin einen großen Vorteil hat: „Schau her ich bin der bessere Mensch, weil Du der schlechtere bist.“

Fehlende Unmittelbarkeit macht uns verantwortungs- und gewissenlos

Das Thema Schuld hat auch eine moderne Seite. Die veränderte Gesellschaft und Wirtschaft führt zu einem Phänomen, das ich die kollektive Gewissenlosigkeit nennen möchte. Weil wir nicht mehr unmittelbar mit der Folge unseres Tuns konfrontiert werden, übersehen wir unsere Mitverantwortung. Wenn wir uns die Verflechtungen ansehen, werden wir auch Blut, Betrug und Ausbeutung an unseren Händen sehen. Früher kannte der Händler seinen Kunden persönlich, er wollte nicht in seine Augen sehen müssen, wenn er ihn betrogen hätte. Früher schlachtete man seine eigenen Haustiere selbst. Auf keinen Fall, wollte man sein Tier unnötig quälen. Der Tag der Schlacht war ein trauriger Tag für den Besitzer.

Und heute? Heute versteckt sich das persönliche Gewissen hinter dem Kollektiv. Nein, ich bin nicht für die Massentierhaltung, die Tierquälerei in Schlachthäusern und auf den Tiertransporten verantwortlich, wenn ich im Supermarkt Fleisch für 1,99 das Kilo kaufe.  Oh, nein, ich habe nichts mit dem Krieg in Syrien zu tun, auch wenn ich Aktien der Rüstungsindustrie habe oder mein Arbeitgeber dort Waffen hin verkauft. Nein, ich habe nichts mit den 100 000 Selbstmorden in Indien zu tun, wenn mein Konzern überteuertes Hybrid-Saatgut (sich selbst vernichtendes Saatgut) verkauft. Wieso lassen wir die Konzerne lügen und betrügen (z.B. Dieselskandal), die Umwelt vergiften, die Urwälder abholzen, die sogenannte Dritte Welt ausbeuten? Warum schaffen oder dulden wir diese ethikfreien Zonen unserer vermeintlichen geistigen Elite? Das ist die Frage des 21. Jahrhunderts. Das ist die Frage, die das Überleben der Menschheit auf unserem Planeten wesentlich mitentscheidet.

Die Schuldgefühle der Unschuldigen

Es gibt Schicksale, die sind nicht bloß ein kleine Kerbe im Lebensbaum, nein, die fällen den Baum beinahe. Wo immer das Schicksal mit gewaltiger Wucht einschlägt, gibt es auch jemanden, der sich unschuldig schuldig fühlt. Wir denken, wir hätten es besser machen können, dann wäre, dieses oder jenes nicht passiert. Aber irgendwann müssen wir auch akzeptieren, dass wir ohnmächtig sind oder waren. Ich denke da an Suizide, die die Angehörigen* mit ihrer selbst auferlegten Schuldenlast ein ganzes Leben lang Stück für Stück in den Abgrund ziehen.

Oft handeln wir mit Schuldgefühlen, ohne das es uns bewusst ist.

Wir haben Schuldgefühle, von denen wir gar nichts wissen. Die unbewussten Schuldgefühle stammen ausnahmslos aus der Kindheit. Wir können uns unbewusst schuldig fühlen, wenn unsere Eltern krank waren (sind), wenn unser Geschwister behindert ist. Das geht soweit, dass sich Menschen unbewusst schuldig dafür fühlen, dass sie missbraucht* oder geschlagen* wurden. Um das zu verstehen, muss man die psychische Entwicklung eines Kindes verstehen. Es sieht die Welt in den ersten Lebensjahren extrem selbstbezogen. Die kindliche Wahrnehmung ist: „Wenn es meiner Mama schlecht geht, dann muss es mit mir zu tun haben“. „Wenn mein Vater mich schlägt, dann muss ich schlecht sein.“ Ein Kind fühlt sich in seiner natürlichen Selbstbezogenheit sehr schnell schuldig. Als Erwachsene sind diese kindlichen Gedanken weit weg von unserem Bewusstsein, zurück bleiben dumpfe Schuldgefühle, die wir nicht weiter zuordnen können.

Wie wirken diese Schuldgefühle auf mich? Wie erkenne ich, dass Schuldgefühle am Werk sind?

Wenn Du mindestens 3 der folgende Fragen, mit ja beantwortest, könnten unterbewusste Schuldgefühle eine größere Rolle in Deiner Psyche spielen.

Fühlst Du Dich schlecht, wenn Du Deinen eigenen Weg gehst?

Fällt es Dir schwer „nein“ zu sagen?

Bist Du bestimmten Menschen gegenüber devot?

Hältst Du Menschen die Treue, die Dir nicht gut tun oder die Dich schlecht behandeln?

Orientierst Du Dich sehr an den Erwartungen dieser Menschen?

Fühlst Du Dich schlecht, wenn Du diesen Erwartungen nicht entsprichst oder entsprechen kannst?

Nimmt der Kontakt mit diesen Menschen Dir die Lebensfreude?

Neigst Du zum Unglücklichsein oder zu depressiven Verstimmungen?

Wie kann ich ein großes Stück vom Kuchen nehmen, wenn andere nur ein paar Krümel auf dem Teller haben?

Auch „zu viel“ Glück kann Schuldgefühle machen. Es gibt Überlebende von Unfällen oder Katastrophen, die Schuldgefühle haben, weil sie neben so vielen Toten und Verletzten heil durchgekommen sind. Kinder können Schuldgefühle den Eltern gegenüber haben, weil sie es leichter haben und gutes Geld verdienen, während die Eltern kaum das Nötigste zum Leben hatten.

Da wo man Dir Schuldgefühle macht, ist keine Liebe. Willst Du da bleiben?

Reden wir auch über die Menschen, die uns Schuldgefühle machen. Unsere Eltern sind und waren nicht immer glücklich. Sie haben sich das Leben oft ganz anders vorgestellt, als es dann gekommen ist. Sie mussten ihre persönlichen Freiheiten opfern, um die Familie zu ernähren und den Alltag am Laufen zu halten. Um den Kindern ein „trautes Zuhause“ zu bieten, sind sie manchmal auch zusammengeblieben, trotz größter Risse und Zerwürfnisse in der Beziehung. Sie haben die Zeche gezahlt und wollen nun meist unbewusst, dass wir das Loch stopfen, ihnen das Glück zurückgeben, welches sie in ihrem Leben verpasst haben.

Und die Kinder erdreisten sich, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben: Den Familienbetrieb nicht zu übernehmen, ein unkonventionelle berufliche Laufbahn einzuschlagen, ihnen keine 3 Enkel zu liefern etc. Schließlich haben wir ihnen viele Jahre am Rockzipfel gehangen und jetzt möchten sie auch mal Aufmerksamkeit. Und stehen wir nicht ständig auf der Matte, dann erhalten wir die Schuld-Quittung. Die Schuldgefühle, die man Dir macht, verhalten sich genau antiproportional zur Liebe, die vorhanden ist. Mach Dich frei davon und erwarte nichts. Anderen Schuldgefühle zu machen, ist ein Macht- und Manipulationsspiel. Vergebe und gehe in die Freiheit.

Namaste!

* Diese Ereignisse oder Traumata benötigen professionelle therapeutische Unterstützung. Unsere Visualisierung wird da nicht ausreichend sein.

Visualisierung sich von Schuldgefühlen befreien.

Visualisierung um sich von Schuldgefühlen zu befreien!

Unsere Visualisierung „Sich von Schuldgefühlen befreien“, ist für die Auflösung dieser unterschwelligen Schuldgefühle gemacht. Sie lässt die Schuldgefühle sichtbar werden und wieder verschwinden. Die geführte Meditation zeigt Dir den Weg in die Freiheit und lässt Dich zum Schluss lastfrei tanzen.

Hier kannst Du ​Infos zur Visualisierung herunterladen:

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