Das beste Entspannungstool – Deine Atmung!

tiefe Atmung entspannt
Lebensfreude

Atmung ist mehr als Sauerstoffaufnahme und CO2-Abgabe. Atem ist Leben. Eine gute tiefe Atmung spendet Dir Entspannung und gute Gesundheit. Die Atmung ist neben der Sexualität die einzige vegetative Körperfunktion, die der Mensch mühelos willentlich beeinflussen kann. Nutzen wir dieses Instrument für unser Wohlbefinden!

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Atmen ist Lebenskraft

Unsere Wissenschaft sieht die Atmung als reinen Stoff-Austausch, um das Blut mit dem lebenswichtigen Sauerstoff anzureichern und das schädliche CO2 abzugeben. Andere Kulturen messen der Atmung eine viel tiefere Bedeutung bei. So ist es in der indischen Kultur Prana, Lebenskraft, die wir einatmen. Im Yoga wird die Arbeit mit der Atmung als ein Verbinden der Lebenskraft (Prana) mit dem Körper verstanden. In der hebräischen Kultur wird Ruah (oder Ruach), der Atem, nicht nur mit dem Geist, sondern auch mit dem göttlichen Geist in Verbindung gebracht. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die alten Alchemisten, eine kosmische Essenz im Atem vermutet haben, eine kosmische Lebenskraft, die alles belebt. Mit einer tiefen Atmung holst Du Dir also viel Lebenskraft in Deinen Körper.

Überall möglich: Einfach Augen schließen und tief einatmen!

Wer hat das nicht schon gehört oder selbst gedacht: „Ich habe keine Zeit, mich zu entspannen.“ Aber das ist nicht nur falsch, sondern vor allem ungesund und schon gar nicht produktiv. Wir können uns nicht pausenlos konzentrieren. Wenn wir achtsam sind, stellen wir fest, dass wir recht schnell abschweifen. Warum nicht bewusst Pausen einlegen. Ein paar Sekunden sind schon sehr erfrischend. Einfach die Augen schließen. Die Gehirnwellen fahren dann schon herunter und wir sind ein bisschen entspannter. Dann gehen mit unserer Aufmerksamkeit zum Bauch und spüren hinein, wie er sich langsam hebt und senkt, während wir entspannt tief ein- und ausatmen. Eine Minute oder 30 Sekunden zeigen schon eine deutlich spürbare Wirkung. Es gibt so viele tägliche Gelegenheiten zwischendurch mal zu entspannen, anstatt zum Smartphone zu greifen. Viele greifen täglich deutlich mehr als hundert Mal zum Smartphone. Wie entspannt wären wir, wenn wir stattdessen täglich hundert Entspannungsminuten einlegen würden?

Probiere es doch mal aus. Gerade wenn Du viel Stress hast: Jede Stunde für eine Minute die Augen schließen und tief ein- und ausatmen. Es bietet sich oft eine Gelegenheit und sei ehrlich, für das Smartphone hast Du ja auch Zeit.

Den anderen mit Deiner Atmung entspannen!

Du kannst mit Deiner Atmung auch andere Menschen entspannen. Wir Therapeuten nennen das Pacing. Steht, sitzt oder liegt vor uns ein Mensch mit kurzer ängstlicher bis panischer Atmung, dann wenden wir das sogenannte Pacing an. Wir steigen in die gleiche Atmung ein, das heißt wir atmen schnell und kurz, wie der angstgeplagte Zeitgenosse. Dann verlangsamen wir unsere Atmung schrittweise bis zu einer entspannte Atmung hin. Wir sprechen mit dem Betroffenen auch immer langsaaaammer, bis der Angst- oder Panikpatient selbst, seine Atmung entspannt.

Wieso funktioniert das? Wir Menschen spiegeln uns permanent. Die Neurowissenschaftler haben dafür die Spiegelneuronen dingfest gemacht. Das heißt, wenn einer gähnt, dann gähnen wir mit. Wenn jemand seine Atmung entspannt, dann entspannen wir unsere Atmung gewöhnlich auch. Genauso können uns aber auch hektische und innerlich unruhige Menschen anstecken. Dann hilft es sich dessen bewusst zu werden und einfach eine kleine Tief-Atem-Pause einzulegen.

Die richtige Atmung

In den Feinheiten der Atmung gibt es, je nach Richtung, unterschiedliche Sichtweisen und Herangehensweisen. Aber in folgenden Punkten sind sie sich über die richtige Atmung einig:

  • Durch die Nase einatmen. So wird die Atemluft schon angewärmt und gereinigt.
  • Die Atmung sollte möglichst tief sein. Sie sollte das Zwerchfell in Bewegung versetzen. Gut ist es, wenn Du Deine Atmung im Bauch oder im Becken spürst, aber auch hinten im Nierenbereich, also im Rücken.
  • Besonders entspannend wirkt die Atmung, wenn Du eine kleine Pause nach der Ausatmung lässt, bevor Du wieder neu Luft holst.
  • Bewegung hilft Dir, den Brustraum beweglich zu halten. Gerade sitzende Tätigkeiten führen zu einem starren Oberkörper und damit auch zu einer starren Atmung.

Der Anker ins Hier und Jetzt

Eckhart Tolle nennt die Atmung einen „Torweg ins Jetzt“. Damit meint er, dass die Atmung ein großartiges Instrument ist, um aus dem Kopf, aus den Gedanken, in die Präsens zu kommen. Alle spirituellen Wege, alle Meditationsformen, alle Yogaarten legen größten Wert auf die Atmung, weil sie das gleiche Ziel verfolgen: Uns in den einzigen Augenblick zu bringen, der jemals existiert. Denn das Leben ist immer nur JETZT. Willst Du intensiv leben, willst Du ein Leben in Frieden, Freude und Fülle? Dann such für Dich den passenden Weg, um präsent zu werden. Sei es Yoga, Meditation oder stille Wanderungen in der Natur. Alles, was Dich innerlich still macht, ist richtig.

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