Tina Turner: Meditation schützte sie vor dem Wahnsinn

Tina Turner
Meditation

Kaum jemand weiß, dass dieser großartige Rockstar seit über 30 Jahren täglich meditiert. Vielleicht kann Dich dieses Vorbild motivieren, Dir selbst jeden Tag ein paar Minuten Auszeit für eine Meditation zu gönnen.

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Es ist nicht so, dass ich am Zürichsee wohne und Tina Turner persönlich kenne. Genauso wenig habe ich ihre Psyche durchleuchtet. Das wenige, das ich über sie weiß sind Aussagen, die sie selbst in Interviews über sich geäußert hat.

Viele kennen nur die extrovertierte Bühnenfigur, die geradezu ekstatisch mit ihrem ganzen Körper singt und tanzt. Wer aber kennt die stille Tina Turner, die seit über 30 Jahren regelmäßig meditiert, die am liebsten alleine durch den Wald streift und Partys und Bars meidet? Es geht mir auch nicht darum, ihre religiöse Einstellung als Buddhistin zu bewerten, sondern darum darzulegen, wie ihre Lebenseinstellung sie, im Gegensatz zu ihren Kollegen, vor dem Wahnsinn bewahrt hat.

Es gibt nur wenige Popstar-Biographien, die nicht voller Krisen oder Drogenexzesse sind oder waren. Fast erscheint es so, dass je größer der Erfolg war, desto heftiger war auch der suizidale Umgang mit Drogen und Medikamenten.

Du weißt wovon ich rede?

Hier eine kurze Liste


Elvis Presley (starb mit 42 Jahren an Herzschwäche durch Medikamentenmissbrauch)

Jimi Hendrix (starb im 27 an Schlaftabletten mit Alkohol)

Janis Joplin (starb mit 27 an einer Überdosis Heroin)

Kurt Cobain (verübte mit 27 Suizid unter Heroin)

Amy Winehouse (Tod mit 27 durch Alkoholvergiftung)

Jim Morrison (Tod mit 27 durch Überdosis Heroin)

Whitney Houston (wird 48 Jahre und ertrinkt unter Einfluss von Alkohol und Drogen in einer Hotelbadewanne)

Prince (stirbt mit 57 an Herzversagen durch eine Überdosierung des Opiat-Schmerzmittels Fentanyl)

Micheal Jackson (stirbt mit 50 an überdosierten Narkotika)

Warum ist da so? Sicherlich waren Drogen in den 60igern und Anfang der 70iger geradezu modern. Kaum ein Musiker hatte nicht davon Gebrauch gemacht (J. Cocker, Beatles, Eric Clapton, David Bowie etc.). Aber warum führen die Stars unserer Tage diese Geschichte weiter? Warum zerstören sie sich immer noch selbst?

Die Antwort könnte sein, dass sie sich im Gegensatz zu Tina Turner zu sehr mit dem Starsein identifizieren. Sie binden ihr Selbstwertgefühl und ihre Identität komplett an den Ruhm und den Erfolg. Sie sind süchtig nach Anerkennung und fallen in ein Loch, wenn der Applaus verstummt ist, sie nicht in den Charts vertreten sind und keine Grammys erhalten.

Zurück zu Tina Turner. Sie sagt von sich, die Bühne wäre ihr Job, den sie mit Freude und Leidenschaft macht. Aber diese Bühnenpersönlichkeit ist nicht die eigentliche Tina Turner. Tina Turner ist laut ihrer eigenen Aussage ein stiller, beschaulicher Mensch. Meditation würde ihr helfen, sich vom Star-Leben zu lösen und ihren Wert als Mensch in anderen Dingen wahrzunehmen.

Aber was hat das mit uns zu tun? Wir sind doch keine Stars?

Eine Menge! Mit uns passiert das gleiche, wenn wir vergessen, wer wir wirklich sind.

Wer sind wir?

Du bist nicht nur Ego. Deine Persönlichkeit umfasst mehr als Deine Ich-Identität. Es gibt seelische Ebenen, die jenseits des Egos liegen. Ebenen die größer, mächtiger und umfassender sind als Dein Ego. Versuchen wir zunächst einmal zu verstehen, was ein Ego ist.

Der Weg des Egos:

Wir kommen völlig egofrei zur Welt. Sein ist unser Element. Unser Dasein ist körperlich: Essen, schlafen, berührt werden und Körperausscheidungen. Allmählich erwacht unser Willen: „Selber machen“. Wir reden über die 3. Person von uns selbst: „Lukas will Eis“. Dann entdecken wir unser „Ich“. „Ich will nochmal“. Wir erkennen das Geschlecht und eine damit verbundene Assoziationskette. Wir fangen an unsere Ego zu formieren, über uns nachzudenken, Urteile von anderen über uns zu inhalieren, zu verstehen, wie wir die elterliche Liebe erhalten oder den Entzug dessen vermeiden können.

Mit dieser Masche formen wir unser Leben weiter und übertragen dieses Modell auf die Gesellschaft und die Mitmenschen als Ganzes. Wir versuchen fleißig zu sein, große Bauklötzchen zu stapeln, um immer noch Papas oder Mamas Liebling zu werden. Und wenn der akademische Titel erreicht ist oder die Karriere solide und das Haus gebaut ist, sind wir reif für die Midlifecrisis: „War das schon alles?“ Dann kommt das Alter: Alles was wir aufgebaut haben, geht zu Ende oder muss losgelassen werden. Vorbei ist es mit der Schönheit, der Schaffenskraft, der Karriere - den Pfeilern, an denen sich unser Ego aufgerichtet hat. Was sind wir dann? Was bleibt von uns übrig? Dabei ist es egal, ob wir uns als erfolgreiche oder erfolglose Menschen identifizieren.

Insofern gleicht unser Leben jedem Star. Der Unterschied ist: Das Ego eines Stars wird viel größer aufgebaut und der Fall ist umso tiefer!

Willst Du ins Dschungelcamp für alternde Egos oder willst Du ein ganzheitlicher Mensch werden?

Opfern wir unser Leben dem Ego, der Karriere, dem Erfolg, dem endlich anerkannt werden, dann landen wir spätestens im Alter im Dschungelcamp der peinlichen und verzweifelten Egos. Leben gelingt, wird zur Fülle, wenn wir es schaffen, unser Bewusstsein über das Ego hinaus zu heben.

Wenn wir unser Ego ein Stück weit aufgeben, alles weniger persönlich nehmen, uns in etwas Größeres zurückbinden, dann wird uns Freiheit geschenkt. Indem wir den Mitmenschen und die Schöpfung in das Licht der Würde und der Göttlichkeit setzen, erhöhen wir uns selbst. Lassen wir unser kleines Ego mit all den Anhaftungen, Meinungen, Urteilen los, dann nähern wir uns der Ganzheitlichkeit und bauen unser Glück und Frieden auf ein solides Fundament.

Wer sein ganzes Leben auf die Karte des Egos setzt gleicht einem Menschen, der sein Haus aus Sand baut. Der Wind des Alters wird es ungehindert zerstören. Oder, um es mit Worten eines Anlagemanagers auszurücken: Angesichts des letzten Tores (Tod), das wir alle durchschreiten müssen, ist nicht das Ego, sondern die Liebe das einzig lohnende Investment.

Die Seele hat Sollbruchstellen ins Ego eingebaut!

Das Größere in Dir, das jenseits des Egos liegt, weiß um den Wind des Alters, das Hochwasser der Krankheit, die klirrende Kälte des Schicksals, die Dein Ego verwehen, wegschwemmen oder zerreiben werden. Es will Dich davor schützen, indem es von Zeit zu Zeit einen kleinen Krisen-Luftzug in Dein Leben bläst. Dein höheres Selbst hat kein Interesse daran, dass Dein Ego zu einem hohen Sandturm wird, denn es gibt kein Ego ohne Leid. So ist der Wille Deines Egos oft nicht im Einklang mit dem Willen Deiner Seele. Krankheiten, Unfälle, Krisen sind die Folgen, die dafür sorgen, dass Dein Egosandturm auf einer erträglichen Höhe bleibt.

Zurück zu den Stars, die innerpsychisch einen großen Spagat meistern müssen. Einerseits wird ihr Ego durch Erfolg und Ruhm in immense Höhen gepuscht und andererseits aktivieren sie dadurch Gegenkräfte, die verhindern, dass das Ego zu groß wird.

Es ist oft traurig zu sehen, wie sich diese großartigen Künstler selbst demontieren, anstatt bewusst vom roten Teppich des Egos zu treten.

Mit Meditation aus dem Ego heraustreten und größer werden

In der Meditation lernen wir unser Bewusstsein von der Außenwelt zu lösen und es nach innen zu kehren. Indem wir zur Ruhe kommen, die Gedanken verlassen, betreten wir einen Raum des Friedens, der jenseits des Egos liegt. Wir kehren ein in das reine SEIN. Jetzt hat alles seinen Platz. Es gibt nichts zu tun, nichts zu haben, keine Wünsche, nur Frieden. Dies sind Minuten, die uns seelisch nähren und unserem Ego ein solideres Fundament geben. Ich atme und bin grundlos glücklich. Ich bin ein Teil des Größeren, des Unendlichen und Unvergänglichen. Gelassenheit und Heiterkeit halten Einzug in meinem Leben, wenn es mir gelingt, den inneren Frieden der Meditation in meinem Alltag zu bewahren. Meine Identität ist nicht mehr die Rolle, die ich in der äußeren Welt „spiele“, sondern der innere Frieden und das Größere, dessen Teil ich bin.

Wir denken, wir zahlen dafür einen Preis, wenn wir unser Ego ein kleineres oder größeres Stück aufgeben. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: Wir ernten Freiheit, Frieden und Heiterkeit. Wenn ich all die Sorgen, Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, die Suche nach Bestätigung aufgeben kann, dann bin ich ein freier und glücklicher Mensch.

Hier ist ein Video, dass die stille Tina Turner zeigt. Vielleicht ist dies eine Motivation für Dich, der Meditation einen Platz in Deinem Leben zu geben.

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