2. Kurswoche: Selbstannahme und Selbstliebe

Selbstannahme
Ein starkes Selbstwertgefühl

Wenn ich mich nicht annehme  - oder noch besser -  liebe, kann ich kein glückliches und liebevolles Leben führen. Wie kann ich mich als wertvoll empfinden, wenn ich große Teile an mir ablehne? Unmöglich. Selbstannahme und Selbstliebe sind das Herzstück eines guten Selbstwertgefühls.

In unserer 2. Kurswoche, wollen wir Licht ins Dunkel unserer Selbstannahme bringen. Das ist nicht immer angenehm, aber sehr hilfreich.

​Lass alle Fragen, die ich Dir stelle, auf Dich wirken und achte auf Deine Gefühle, die entstehen.

Glaubst Du, dass Du wertvoll bist?

Halte inne und beobachte Deine Gefühle.  Versuche folgenden Satz zu vollenden. Nimm dazu die spontanste Antwort, die Dir in den Sinn kommt.

Ich bin so wertvoll wie______________________________________________ .

Lass die Gefühle zu, die dieser Satz in Dir aufwühlt.

Bist Du bereit, für Dein Leben einzustehen oder für Dein Leben zu kämpfen?

Was ist Deine erste Antwort auf diese Frage? Sollte sie „Nein“ lauten, ​dann frage ich Dich nochmal: ​Bist Du bereit, Dein Leben zu verteidigen? Aus der Gefahr zu fliehen, Dich eines Angriffs zu erwehren? Dem Feuer, der Flut, dem Fahrzeug auszuweichen? Jetzt sollte ich ein „Ja“ hören, sonst fehlt Dir der Lebenswille. Das ist die unterste Ebene des Selbstwertgefühles. Wenn diese nicht vorhanden ist, brauchst Du dringend Hilfe – professionelle  psychologische Hilfe. Alles, was wir Dir hier in diesem Kurs anbieten, wird nicht ausreichend sein.  

Stell Dir vor, eine Katze entdeckt eine Maus. Auch die Maus ist sich der lauernden Katze bewusst. Sie wird augenblicklich rennen was das Zeug hält und einen Unterschlupf suchen. Würde sie wie ein Mensch ohne Lebenswille und Selbstwert empfinden, dann würde sie zur Katze sagen: „Hey, ich bin so scheiße, Du kannst mich gerne fressen.“

Für sich selbst einzustehen, für seine Bedürfnisse und Wünsche, ist der nächste Schritt der Selbstachtung.

Bist Du bereit, für Deine Wünsche und Deine Bedürfnisse einzustehen?

Geh in Deiner Erinnerung zurück und liste alle Bedürfnisse auf, für die Du eingetreten bist. Es ist leicht, sich Bedürfnisse zu gewähren, wenn sie nicht im Konflikt mit anderen Personen stehen. Hier in diese Liste solltest Du Bedürfnisse auflisten, die nicht im Sinne Deines Partners(in), Deiner Familie, Deiner Freunde, Deiner Arbeitskollegen, Deines Chefs waren und die Du trotzdem durchgesetzt und ausgeführt hast.

​Zeitpunkt

​Bedürfnis

​Stand im Konflikt mit...........

Das Leben ist ein Geben und Nehmen.  Wir wollen Dich nicht zum Egomanen erziehen. Denn auch ein Egomane hat kein gesundes Selbstwertgefühl. Von seinen Bedürfnissen abzurücken und sie bisweilen aufzuschieben ist in jeder Beziehung dann und wann notwendig. Solltest Du aber Deine Bedürfnisse grundsätzlich hinten anstellen, sie übergehen oder gar verlernt haben, sie überhaupt wahrzunehmen, dann schneidest Du Dich von der Lebensfreude ab. Du gibst Dir selbst keinen Wert.

Welches Bedürfnis hast Du gerade?

Kannst Du es Dir gewähren?

Achtest Du Deinen Körper?

Gib Dir selbst eine spontane Antwort.

Du sagst vielleicht „Ja“. Dann würde ich Dich weiter fragen: Gibst Du Deinem Körper ausreichend Schlaf und Ruhe? Achtest Du auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung? Bewegst Du Dich genügend an der frischen Luft? Trinkst Du nur mäßig Alkohol? Bist Du Nichtraucher?

Nur wenn Deinem „Ja“ auch Taten folgen, nimmst Du Deinen Körper bewusst an. Wer seinen Körper durch diverse Süchte, übermäßiges Essen, Bequemlichkeiten verkommen lässt  oder seine Körperkräfte ausbeutet, der schadet sich selbst und begeht unterbewusst Selbstmord in Raten. 

Du magst antworten: „Grundsätzlich mag ich meinen Körper schon. Aber es gibt da ein paar Körperzonen mit denen ich auf Kriegsfuß stehe.“

Übung: Stell Dich nackt vor den Spiegel (​Idealerweise ein Ganzkörperspiegel). Schau Dir Deinen Körper von den Beinen beginnend bis zum Gesicht an und sag zu jedem Körperteil entsprechend: „Ich nehme meine Beine an.“  „Ich akzeptiere meine Hüften“. „ Ich liebe meinen Bauch.“ Versuch die Empfindungen ehrlich auszudrücken. Was Du nicht an Dir magst, solltest Du wenigstens akzeptieren. Betrachte einen Körperteil, den Du nicht magst, solange liebevoll im Spiegel, bis Du ihn wenigstens annehmen kannst. Bei der Wiederholung dieser Übung am übernächsten Tag, wird sich das Verhältnis zu diesem Körperteil schon so gebessert haben, dass Du ohne Zögern sagen kannst: „Ich akzeptiere meinen Bauch.“ Und vielleicht wird aus dem Akzeptieren nach ein paar Wiederholungen später sogar ein „ich liebe meinen Bauch“.

Achtest Du Deine Gefühle?

Ja? Freude oder Glücksgefühle aller Art zuzulassen und zu achten, das fällt uns im Allgemeinen leicht. Wie steht es aber mit Gefühlen wie Wut, Zorn, Angst, Traurigkeit? Das sind Gefühle, die wir meist unter dem Deckel halten und lieber verdrängen.

Schon früh haben wir gelernt, dass bestimme Gefühlsausbrüche bei unseren Eltern gar nicht gut ankommen. Um die Liebe unserer Eltern nicht zu verlieren, haben wir schon als Kinder gelernt, diese Gefühle ganz leise oder gar nicht mehr auszudrücken. Für viele Menschen ist es ein langer Weg, diese Gefühle wieder wahrzunehmen oder gar zuzulassen. 

Warum sollte ich überhaupt „schlechte Gefühle“ annehmen?

  • Weil verdrängte Gefühle oft Schaden anrichten. Nicht selten machen sie krank. Sie werden z.B.  zu „Läusen“, die über die Leber laufen, zu Magengeschwüren („Ich habe den Ärger geschluckt“) oder Nierenproblemen („Es geht mir an die Nieren“), um nur einige Beispiele zu erwähnen.​
  • Negative Gefühle haben Botschaften an Dich: Sie wollen nicht, dass Du genauso weiter machst wie bisher. Sie wollen, dass Du was lernst, dass Du etwas änderst.​
  • Du kannst Gefühle nur wandeln und verändern, wenn Du sie angenommen hast. Nur wenn Du bereit bist, z. B. die Wut anzunehmen, wirst Du sie auch wandeln können. Du wirst die Wut auf Dich wirken lassen, dabei ruhig atmen und merken wie sie weniger wird. Dann wird die Wut weichen und das primäre Gefühl dahinter wird sich zeigen. Wut ist ein sekundäres Gefühl, das wir entwickeln, wenn wir uns z.B. verletzt, beschnitten, gedemütigt, ängstlich oder auch traurig fühlen.

Bedeutet das, dass ich meine negativen Gefühle ausleben soll?

Nein. Es löst kein Problem, wenn Du in der Wut wild um Dich schlägst. Schamgefühle sind die Folge und Dein Ansehen wird auch ganz schön ramponiert. Wenn Du aber die Wut begriffen hast, wirst Du z.B. Dein Abgrenzungsverhalt​en verbessern und klar, ruhig und deutlich sagen: „Hey, mein Freund, bis hier her und keinen Schritt weiter. Was Du tust, verletzt mich.“

Es geht darum, die Gefühle zuzulassen, sie zu spüren, den Gefühlen in Dir einen Platz zu geben, zu ihnen „ja“ zu sagen, die Botschaft dahinter zu verstehen.

 Wenn Du gerade ein ungutes Gefühl hast, dann ist diese Übung für Dich die richtige.

Übung: Nimm als erstes das Gefühl wahr. Sage dann ganz bewusst: „Ja, ich nehme dieses Gefühl an“.  Atme dabei tief und entspannt. Konzentriere Dich vollständig auf die Atmung, während Du das Gefühl zulässt. Atme durch das Gefühl hindurch, bis das Gefühl sich aufgelöst hat.

Für Gefühle, die Du nicht zuordnen kannst, wie z.B. depressive Verstimmungen oder Traurigkeiten, für die Du die Ursache nicht kennst, ist diese Übung nicht ausreichend. Für diese diffusen Gefühle haben wir eine kleine Meditation entwickelt: „Erforsche Deine Emotion“. Sie hilft Dir, an die Wurzel und Botschaft des Gefühls zu kommen, bringt Dich wieder in einen heiteren und gelassenen Zustand zurück.

Akzeptierst Du Deine geistigen Möglichkeiten?

Wer vergleicht, verliert immer. Selbst wenn Du ein geistiges Genie bist, wird es auf irgendeinem Gebiet Lücken geben.  Niemand hat alle Begabungen. Der mathematisch begabte Mensch ist meist sprachlich untalentiert und umgekehrt.  Entscheidend ist nicht Dein Potential, sondern wie Du es nutzt. Es gibt Menschen, zu denen wir vielleicht aufschauen, die ihren Doktor gemacht haben oder gar eine Professur innehaben, die ihr geistiges Potential auf der beruflichen Ebene genutzt haben, aber privat trotzdem unglückliche und unzufriedene Menschen sind. Sie sind zwar außerordentlich intelligent, aber in ihren Beziehungen zu sich und ihren Menschen sehr unbewusst.

Mach Frieden mit dem, was Du kannst und dem, was Du nicht kannst. Aber gib Dir das Versprechen, Deine geistigen Möglichkeiten zu nutzen und bewusst durch das Leben zu gehen.

Ich verspreche mir, meine Talente    (hier auflisten…………….​)    zu nutzen und alle Bereiche meines Lebens bewusst und achtsam zu gestalten.

Kannst Du zu Deinen Fehlern stehen?

Menschen mit wenig Selbstwertgefühl ducken sich weg, wenn Fehler offensichtlich werden: Nein, damit haben sie nichts zu tun. Sie vertuschen, kehren sie unter den Teppich oder schieben die Fehler sogar anderen in die Schuhe. Vor anderen zu lügen, ist die eine Sache, sich selbst zu belügen, schwächt das eigene Selbstwertgefühl. Wir sind alle nicht fehlerlos und müssen es auch nicht sein. Das ​Wichtigste ist es, aus Fehlern zu lernen. Der erste und wichtigste Schritt dazu, ist sie anzuerkennen. Probiere es einfach das nächste Mal aus! Sag laut und selbstbewusst: „Oh, das war mein Fehler. Es tut mir leid. Ich werde es das nächste Mal sorgsamer (besser, ordentlicher, vorrausschauender etc.) machen.“

Wie geht es Dir mit Kritik?

An diesem Punkt kannst Du sehr gut ablesen, wie es um Deinen Selbstwert steht. Wirst Du bei Kritik unheimlich klein und schämst Dich? Entwertest Du Dich dabei: „Ich bin wirklich sch​lecht.“ Oder gehst Du in Kampfstellung: „Dem werde ich es zeigen und all seine Wunden und Schwachstellen anbohren.“ All diese Reaktionsweisen zeugen von wenig Selbstwert.

Ein selbstbewusster Umgang mit Kritik sieht so aus: „Ich werde dieses Feedback nutzen, um mich zu reflektieren. Wenn diese Kritik angemessen ist, wird es für mich ein Anlass sein, mich an dieser Stelle zu verbessern.“ „Diese Kritik ist sachlich und kein Angriff auf meine Persönlichkeit. Ich werde mich auf der sachlichen Ebene verbessern.“ „Diese Kritik sagt mir, dass meine Perspektive auf dieser Ebene zu einseitig war. Ich werde diese Anregungen aufnehmen.“ „Ich achte mich selbst. Kritik ist nur der Wind, der mir sagt, dass ich gerade das Segel falsch stehen hatte.“

Wenn Du einen Gradmesser suchst, wie weit Deine Bemühungen, um ein gutes Selbstwertgefühl fortgeschritten sind, achte auf Deine Reaktionen bei Kritik.

Von der Akzeptanz auf dem Weg zur Selbstliebe

Kann nur ein geliebter Mensch lieben? Nein! Jeder kann lieben! Die Voraussetzung sind jedoch Selbstliebe und Bewusstsein.

Alles beginnt im eigenen Innern. Alles. Selbst wenn Du ein Haus baust. Es beginnt in Dir, in Deinem Kopf, in Deinen Gedanken. Du machst Pläne, checkst die Finanzierung etc. So ist es mit dem äußeren Frieden, er stellt sich nur ein, wenn Du innerlich friedlich geworden bist. Genauso beginnen der Erfolg in Deinem Kopf und die Liebe in Deinem Herzen. Was in Dir nicht stimmt, kann nicht im Außen repariert werden. Doch wie Don Quijote rennen wir durch die Welt und kämpfen vergeblich mit den äußeren Windmühlen. Mal abgesehen davon, dass es Partner gibt, die nicht zu uns passen und die uns wirklich nicht gut tun, ändert ein Partnertausch an der eigenen Liebensfähigkeit rein gar nichts. Die Lösung liegt nirgendwo anders, sie liegt in unserem Innern.

Bedingungslos zu sich stehen!

Vielleicht ist Dir jetzt bewusst, dass Du noch ein großes Stück auf dem Weg zur Selbstliebe vor Dir hast. Wenn Du Dich mit Deinem Körper, Deinen Gefühlen, Deinen Talenten und Fehlern annehmen kannst, hast Du schon einen großen Berg geschafft. Du warst bereit, die Kröten Deiner Abneigungen zu schlucken. Selbstliebe ist jedoch viel mehr als „Es ist nun mal so, ich muss es akzeptieren.“ Selbstliebe ist, bedingungslos zu sich zu stehen, frei zu werden von den eigenen Abwertungen und der Sucht im Außen Anerkennung zu erwerben. Menschen, die auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten nach Zustimmung, Anerkennung und Aufmerksamkeit jagen, sind nicht besonders selbstbewusst. Im Gegenteil, das Loch ist groß, das zu füllen ist. Ein Mensch, der sich selbst liebt, ruht in sich und ist von den Meinungen und der Zustimmung anderer unabhängig.

Das soll Dich nicht entmutigen. Hier kommen die zwei wertvollsten Übungen auf dem Weg zur Selbstliebe.

Das innere Kind lieben

Vieles von unserer ​Unfähigkeit, uns selbst zu lieben, liegt in unserer Kindheit begraben. Wenn die Eltern dem Kind wenig oder keine Liebe vermitteln konnten, denkt das Kind unweigerlich unbewusst über sich: „Ich bin wohl nicht liebenswert“. Die Eltern tun dies meist nicht mit Absicht. Sie sind wahrscheinlich selbst ohne Liebe erzogen worden und denken sie wären jetzt gute Eltern, wenn sie für die materiellen Bedürfnisse des Kindes sorgen. 

Die seelische Nahrung des Kindes ist jedoch nicht die zehnte Puppe oder die dritte Spielekonsole, sondern Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe. Dazu kommt, dass Eltern durch die schmerzhaften Erfahrungen ihres eigenen Lebens, viele Seiten an sich selbst verbiegen, betrügen und verleugnen mussten.  Jetzt aber, so ist das Spiel des Lebens, tauchen all diese unliebsamen Persönlichkeitsanteile wieder im Wesen  ihres Kindes auf. Mit viel Vehemenz werden diese Seiten im Kind von den Eltern mit Liebesentzug oder ähnlichen Verhaltensweisen  unterdrückt. Das Kind jedoch kann nicht differenzieren, es wird sich nicht sagen können: „Ok. Meine Eltern lieben mich, aber sie mögen halt diese Seite nicht an mir.“ Für das Kind sind das Botschaften wie: „Du bist nicht richtig, wie Du bist.“ „Du bist nicht liebenswert“, „Du bist nicht gut genug.“  Die meisten Menschen denken im Übrigen unterbewusst so ähnlich über sich selbst.

Um diese Botschaften, die Du als Kind gehört oder interpretiert hast, zu verändern, werden wir mit den inneren Kindern Deiner Vergangenheit in Dialog treten. All diese Gefühle Deiner Kinderzeit lebten in Dir weiter und untergraben Deinen Selbstwert bis heute.

Übung: Liebe Dein inneres Kind!

Nimm Dir ein Fotoalbum aus Deiner Kindheit und präge Dir Bilder ein, wie Du als Teenie, Schulkind, Kindergartenkind, Kleinkind und Säugling ausgesehen hast. Beobachte die Gefühle, die entstehen, während Du Dich als Kind betrachtest.

Leg nun das Fotoalbum zur Seite und schließe die Augen.

Stell Dir Dich selbst zuerst als Teenager vor, der gerade in der Pubertät steckt. Nimm dieses Kind in den Arm und sage ihm, was es Deiner Meinung nach braucht. Vielleicht sagst Du ihm: „Ich hab Dich lieb. An Dir ist alles richtig“. Achte auf Deine Gefühle dabei, wenn Du das zu Deinem inneren Teenie sagst.

Geh dann weiter zurück und stell Dir Dich als Schulkind mit 8-10 Jahren vor. Nimm es in Deiner Vorstellung in die Arme und sage ihm z.B.: „Ich habe Dich bedingungslos lieb. Auch mit einer schlechten Schulnote.“ Übernimm nicht einfach meinen Vorschlag, suche Dir den passenden Satz für Dich und Dein inneres Schulkind. Dein Satz ist stimmig, wenn er Dich berührt und Gefühle wach ruft. Geh nun weiter zurück und stelle Dir Dein inneres Kindergartenkind vor. Suche für dieses Kind den passenden Satz der Liebe mit dem Du es umarmst. Als nächstens nimmst Du Dein inneres Kleinkind vor Deinem inneren Auge vor und sag ihm z.B.: „Ich habe Dich lieb, Du darfst so sein, wie Du bist.“ Versuche auch hierbei den für Dich emotionalsten Satz zu finden.

Möglicherweise geht es Dir an dieser Stelle schon gut und ein paar Knoten oder Spannungen fallen von Dir ab. Genauso kann es sein, dass sich noch nichts an dem Gefühl, wertlos zu sein, geändert hat. Stell Dir dann Dich als Säugling vor. Stell Dir vor, wie Du Dich als kleines Würmchen im Arm wiegst und sagst:  „Du bist gewollt“. „Ich bin so voller Freude, dass es Dich gibt.“ Suche hier auch für Dich den passenden Satz, der Emotionen in Dir aufwühlt.

Irgendwo auf der Wegstrecke vom Teenie bis zum Säugling liegt die größte Bruchstelle von Deinem Selbstwertgefühl.

Nach dieser Übung weißt Du genau, an welcher Stelle sie ist. Es ist die Stelle, die Dich emotional am tiefsten erfasst hat. Eine Traurigkeit, eine Schwere oder Last war für Dich vielleicht fühlbar.

Geh nun an den nächsten Tagen immer wieder mit geschlossenen Augen und in Stille an diese Lebensalter-Stelle.  Gib dem Kind alle Liebe, Zuneigung und Wärme, die Du Dir vorstellen kannst. Sag immer wieder innerlich den Satz zum Kind, der Dich so tief bewegt.

Du kannst Dir auch mehr Zeit nehmen und jedes Mal wieder Deine ganzen Kindheitsphasen rückwärtsgehen,  das gibt Dir noch mehr Kraft. Wichtig jedoch sind die Wiederholungen. Es fällt uns sicherlich leichter, viele Wiederholungen durchzuführen, wenn der Aufwand geringer ist. Deshalb empfehle ich Dir, die Stelle oder Stellen direkt anzusteuern, die Dich emotional am meisten erfasst haben.

Visualisierung Ich liebe mich:

Diese Visualisierung ist nicht nur besonders schön, sondern auch effektiv. sie dient vor allem dazu, Dein Unterbewusstsein zu erreichen. Dein Unterbewusstsein wird in dieser Visualisierung dazu angeleitet, all Deine negativen Gedanken und Glaubenssätze loszulassen und sich mit der Liebe in Dir zu verbinden. Sie vermittelt Selbstliebe und ist das Kernstück ​auf Deinem Weg zu ​einem guten Selbstwertgefühl.  Wir empfehlen Dir vor dieser Visualisierung, die Übung zur Selbstliebe mit dem inneren Kind durch​zuführen.

​Dein Trainings​​konzept für die 2. Woche:

​Und so geht es weiter:

​1. Kurswoche: ​Körpersprache​​​
2. Kurswoche: Selbstannahme und Selbstliebe
2. Kurswoche: Selbstannahme und Selbstliebe


3. Kurswoche: Eigenverantwortlichkeit

4. - 6. Kurswoche: Selbstbestimmung, Zielgerichtet leben, die spirituelle Dimension des Selbstwertes.
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6. Kurswoche: Die spirituelle Dimension des Selbstwertgefühls

Wir blicken hinter die Fassade des Egos und suchen ein tieferes Fundament für unsere Selbstwertgefühl. Weiterlesen

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5. Kurswoche: Setze Deine eigenen Ziele!

Setze Dir im Leben ein Ziel, das Dich glücklich macht und bleibe Dir treu. Weiterlesen

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4. Kurswoche: Selbstbestimmt leben!

Wer möchte schon eine Marionette sein? Unsere Selbstbestimmung wird jedoch meist nicht von außen behindert, sondern von unserer eigenen inneren Konditionierung sabotiert. Weiterlesen