Mentale Abgrenzung und psychologische Aspekte

mentale Abgrenzung
Abgrenzung

Wie alles ist auch die mentale Abgrenzung eine Frage der Bewusstheit. Eine gelungene Abgrenzung benötigt nicht nur Bewusstheit über die eigenen Wünsche und Ziele, sondern auch Kenntnis der eigenen Muster, sowie der verdrängten und ungelebten Persönlichkeitsanteile. Es kostet viel Kraft sich mit dem Willen abzugrenzen, wenn das Unterbewusstsein offen ist wie ein Scheunentor.

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Abgrenzung setzt eine innere Klarheit voraus

Du kannst Dich nicht abgrenzen, wenn Du selbst nicht weißt, was Dir wichtig ist und was Du willst. Nur wenn in Deinem Inneren Klarheit herrscht, wirst Du in Deinem Leben klare Grenzen ziehen können. Das Äußere reagiert auf Dein Inneres. Deine Unsicherheiten, Deine Fragen, Deine ungelebten und auch ungeliebten Seiten, werden Dir immer wieder im Äußeren begegnen, bis es in Dir selbst stimmig ist.

Deshalb ist die erste und wichtigste psychologische Voraussetzung für eine gelungene Abgrenzung, dass Du weißt, was Du willst, was Dir wichtig ist und wer Du bist. Verschiebe wichtige Entscheidungen, bis Du selbst bei Dir angekommen bist. Nimm Dir eine Bedenkzeit und erforsche Dein Inneres.

Wir von GedankLicht bieten Dir dazu einige Tools an.

​Ein Klick genügt und Du gelangst zur Produktbeschreibung der jeweiligen Visualisierung.

Suche den roten Faden Deiner Verhaltensmuster

Es ist ganz gewöhnlich und menschlich, dass wir immer wieder an die gleichen Grenzen stoßen oder uns an einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter trauen. Wenn wir uns beobachten und ehrlich sind, wiederholen sich bestimmte Situationen, auf die wir dann in einem bestimmten Muster reagieren. Das wird sich leider so lange wiederholen, bis wir dieses Muster durchbrechen und der Situation in einer neuen Weise begegnen.

Dass Du reagierst, wie Du reagierst, passiert nicht ohne Grund. Du hast dies vielleicht schon in der Kindheit abgeguckt oder  Angst und leidvolle Erfahrungen führten Dich in diese Schutzhaltung. Das gefährliche an diesen Mustern ist, das sie automatisiert ablaufen. Wir reagieren unmittelbar ohne auch nur zu wissen, warum wir so reagieren. Der Druck dahinter, genauso in diesem Muster zu handeln ist groß, denn eine andere Verhaltensweise löst instinktiv Angst aus.

Um alte Verhaltensmuster zu durchbrechen, müssen wir aus der Komfortzone heraus.

Wir müssen uns der Angst stellen und dürfen uns nicht von ihr eingrenzen lassen. Gerade um unsere Abgrenzungsverhalten zu verbessern, müssen wir unseren Ängsten ins Gesicht sehen. Es können Ängste sein, die uns daran hindern, uns abzugrenzen. Da wäre z.B. die Angst vor Ausgrenzung oder Angst vor Zurückweisung, die uns veranlassen, unseren Willen nicht kund zu tun. Aber dieses Problem gibt es auch in der anderen Polarität: Ängste können uns dazu verleiten, uns zu stark abzugrenzen. Die Angst vor Nähe oder die Angst vor Vereinnahmung sind Beispiele aus dieser Polarität.

Der erste Schritt, um Muster zu verändern, ist, sich des Musters bewusst zu werden. Der zweite Schritt ist eine neue Achtsamkeit im Umgang mit Deinen Reaktionen. Vollendet wird der Prozess mit dem Verlassen der Komfortzone: Eine neue Verhaltensweise muss im Angesicht der Angst ins Leben integriert werden.

Für diese Schritte kann es sinnvoll sein, Dir einen Profi in Sachen Psychologie an die Seite zu holen.

Alle Lösungen liegen in Dir

Es ist nicht das Leben, das Dir immer die gleichen Mauern vor die Nase setzt. Du bist nicht das Opfer der Umstände oder Deiner Vergangenheit. Du kannst Dich neu ausrichten und auf vielfältige Weise reagieren. Deine Altlasten kannst Du abwerfen, von Deinen Glaubenssätzen kannst Du Dich befreien, und Du kannst viele  neue Wege gehen. Draußen in der Welt ist nicht Dein Feind, sondern der Spiegel Deines Inneren. Das ist wunderbar, denn in Dir liegt die Lösung. Du musst nicht die Welt verändern, nur Dein Inneres.

Dein Unterbewusstes lenkt Deine Abgrenzung

Bei allen Reaktionen, die automatisch und instinktiv ablaufen, ist das Unterbewusstsein am Werk. So wie unser Unterbewusstsein tausende Steuerungen für Dich übernimmt, so steuert es auch Dein instinktives Abgrenzungsverhalten. Wenn Deine Abgrenzung nicht funktioniert, dann musst Du diese Mechanismen ans Licht holen.

Wie erkennt man sein Abgrenzungsverhalten?

Beobachte Deine Reaktionen mit Achtsamkeit. Welche Situation ging voraus? Wie fühlte ich mich dabei? Welche Reaktionen zeigte mein Körper? Verspannungen, Bauchdruck oder schneller, flacher Atem oder  etwas anderes? Dein Körper ist gewöhnlich der beste Seismograph für eine Grenzverletzung. Wie reagierte ich darauf? Welche Gefühle hatte ich dabei? Hätte ich auch anders reagieren können? Welche Reaktion wäre im Nachhinein die bessere gewesen?

Je näher uns die Menschen stehen, desto schwieriger ist gewöhnlich die Abgrenzung

Das liegt auf der Hand: Bei Menschen, die Dir völlig egal sind, ist Dir auch die Reaktion auf Dein „Nein“ gleichgültig. Ganz anderes verhält es sich bei den Menschen, die Du liebst und nicht verlieren möchtest. Starke Verlustängste machen die Abgrenzung schwierig. Wer Angst hat verlassen zu werden, geht große und bisweilen selbstverleugnende Kompromisse ein.

In diesem Blogbeitrag findest Du wertvolle Anregungen, die genau dafür Lösungen aufzeigen:

​Nicht jeder Mensch, der die nahe steht, tut Dir gut!

Manchmal ist es auch richtig, die Verbindung zu kappen und sich abzunabeln. Nicht alle Menschen aus Deiner Familie oder Deinem Umfeld wollen Dein Bestes, sie wollen vor allem ihr Bestes. Sie nutzen Deine Gutmütigkeit, für ihre eigenen Vorteile und Bequemlichkeiten. Sei ehrlich zu Dir selbst, schau Deine Bilanzen an: Welche Beziehungen laufen zu Deinen Ungunsten? Wo bist Du überwiegend derjenige, der gibt und der andere der jene, der eher nimmt? Vor allem Menschen, die Dein „Nein“ nicht respektieren, solltest Du unter die Lupe nehmen.  Machen diese Menschen Dir gar Schuldgefühle, wenn Du Deine eigenen Interessen verfolgst? Dann wird es Zeit, sich von diesen Menschen zu lösen.

Um die Abnabelung auch  im eigenen Unterbewusstsein zu ​verankern, haben wir diese Visualisierung entwickelt. Eine Abnabelung auf der bewussten Ebene ist schwierig, wenn Dein Unterbewusstes noch verbunden bleibt.

​Die befreiende Wirkung dieser Visualisierung ist außerordentlich.

"Immer bleibt alles an mir hängen!"

Du hast dieses Bild sicherlich schon oft gesehen: Vor einer Baugrube senken sich viele Köpfe. Vier bis fünf Männer stehen herum, um einen einzigen  arbeitenden Mann in der Grube zu begutachten. Geht es Dir auch so? Bei Dir stapelt sich die Arbeit und die Kollegen machen es sich gemütlich. Bisweilen legen Dir diese „Arbeitsallergiker“ auch noch eine Arbeit hin, die sie selbst machen könnten und Du schluckst auch diese Kröte. Übernimmst Du Verantwortung  für Dinge, die man auch auf anderen Schultern verteilen könnte? Hast Du immer das Ganze im Blick, während die Kollegen nur der Arbeit, die unmittelbar vor ihren Füssen liegt, Beachtung schenken. Bist Du diese verantwortungsvolle, fleißige Biene, die auch noch nach Feierabend über die Arbeit nachdenkt?  

Auch dies ist ein Muster, das Du Dir wahrscheinlich schon in der Kindheit aneignet hast. Vielleicht waren es falsche Vorbilder in Deiner Familie oder ein Elternteil war abwesend, krank oder behindert, so dass Du schon früh Verantwortung übernehmen musstest.

​Um diesem Muster auf den Grund zu gehen und es zu verändern, haben wir diese Visualisierung entwickelt. Sie hilft Dir, von übermäßiger Verantwortung und Arbeitslast frei zu werden.

Mentale Abgrenzung​

​Mentale Abgrenzungsmethoden sind sehr wirksam und alles was Du dazu brauchst sind eine kleine Vorbereitung, Deine Vorstellungskraft und eine gute Konzentration.

Dabei kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen. Denke Dir einen Schutz, eine flexible Grenze aus, der Dich im Kontakt mit Grenzverletzern schützt.

Hier einige erprobte Beispiele:

  • Großer, starker Baum
  • Astronautenanzug
  • Ritterrüstung
  • Laserschild
  • Mauer

Der große starke Baum:

Vorgehensweise: Nimm Dir vor der Begegnung mit den „schwierigen“ Menschen ein paar Minuten Zeit, um Dich zuerst zu stärken.

Stelle Dich aufrecht hin, schließe Deine Augen und achte auf Deinen Atem. Stelle Dir dann vor, Du wärst ein großer, starker Baum, der allen Stürmen trotzt und weit ausladende Äste hat. Strecke Deine Arme dazu bequem in den Raum. Stelle Dir dann desweitern vor, wie ein starkes und weites Wurzelwerk tief in die Erde rangt. Konzentriere Dich nun auf die Füße und stelle Dir dabei vor, wie sie eine ungeheure Energie über die Wurzeln von der Erde erhalten. Fühle nun in die Kraft der Erde in Deinen Füßen und anschließend in Deinen Beinen. Lass diese Kräfte ganz nach oben, Stück für Stück durch Deinen Körper aufsteigen, bis Du diese Kraft auch in den Fingerspitzen und im Kopf spüren kannst. Erinnere Dich daran, welch großer starker Baum Du nun bist. Kein Sturm kann Dir schaden, feindliche oder unfreundliche Worte können Dir gar nichts anhaben. Du bist unerschütterlich.

Wenn Dir das Bild mit dem Baum zu statisch ist und Du gerne einen flexiblen Schutz hättest, kannst Du Dir zum Beispiel in Deiner Vorstellung eine Ritterrüstung oder einen Astronautenanzug zulegen.

Da die Übung mit dem Baum viel Stärke vermittelt, lohnt es sich, diese kleine Übung vor Deiner selbstgewählten Abgrenzungsmethode durchzuführen.

Zieh Dir einen Astronautenanzug oder eine Ritterrüstung an

Du kannst Dir in Deiner Vorstellung einen Schutzanzug Deiner Wahl anziehen. Z.B. einen Raumanzug, der Dich nicht nur vor Kälte und kosmischer Strahlung, sondern auch vor jeglichen bösen oder manipulativen Worten schützt. Stell Dir, vor wie Du diesen Hightech-Anzug anziehst. Nimmt Dir dazu ausführlich Zeit. Schließe Deine Augen und stell Dir vor, wie Du, mit den Beinen beginnend, diesen Raumanzug überziehst. Am Ende schließt Du alle Reißverschlüsse und ziehst Deinen Helm auf. Lass dieses Ankleiden bewusst und intensiv vor Deinem inneren Auge ablaufen. Nun bist Du völlig geschützt, alle Worte und Emotionen prallen an Dir ab.

Wenn Dir eine Ritterrüstung sympathischer ist, kannst Du den Astronautenanzug gegen das starke Metall austauschen. Stell Dir dazu intensiv vor, wie Du in diese Rüstung steigst und Dich mit Schild und Schwert gerüstet Deinem Gegenüber entgegen trittst. Du bist nun unverwundbar, alle Speerspitzen aus giftigen Worten prallen an Dir ab.

Mauern und Abwehrschilder

Schließe Deine Augen und stelle Dir vor, wie in einem Abstand von ca. einem Meter  ein Laser-Schild aus dem Boden wächst. Es ist so hoch, dass es mindestens  50cm über Deinen Kopf ragt. Das Laserschild hat den Vorteil, dass es durchsichtig und zugleich undurchdringlich ist. Jedes Wort, das in Deine Richtung geschickt wird, bleibt darin hängen und löst sich im Laser auf. Kein Wort kann Dich erreichen, alles verbrennt im Laserschild.

Du kannst in Deiner Vorstellung auch eine solide Mauer vor Dir errichten.  Lass diese Mauer in Deiner Vorstellung so dick und hoch werden wie Du sie brauchst. Auch auf diese Weise bist Du vor jedem Bollwerk Deines Gegenübers geschützt. Mir persönlich versperrt eine Mauer zu sehr die Sicht, schließlich möchte man trotzdem einen klaren Blick auf sein Gegenüber haben. Wenn es Dir genauso geht, Du aber mit Laser-High-Tech-Schnickschnack nichts anfangen kannst, empfehle ich Dir ein Schild oder eine Mauer aus durchsichtigem und dickem Panzerglas. Wie auch immer,  Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Auch wenn sich diese mentalen Abgrenzungen „nur“ in Deinem Kopf abspielen, so sind sie doch ungeheuer wirksam. Bisweilen werden sie vom Gegenüber auch als brutal empfunden. Sie spüren, wenn jedes Wort wirkungslos an Dir abprallt und das kann Ohnmachtsgefühle auslösen. Du solltest diese starken Abgrenzungen auf besondere Situationen und schwierige Menschen beschränken.

​Hier unsere weiteren Beiträge zum Thema Abgrenzung:

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